LEADER-gefördertes Schutzzonenkonzept für die Kellergassen entsteht
LEADER Region Weinviertel-Manhartsberg / Die Marktgemeinde Wullersdorf setzt einen bedeutenden Schritt zur Bewahrung ihres kulturellen Erbes: Mit Unterstützung von EU/LEADER Fördermittel und des Landes NÖ wird ein umfassendes Kellergassen-Schutzzonenkonzept für alle Kellergassen der Marktgemeinde erstellt. Damit reagiert die Gemeinde aktiv auf die zunehmenden baulichen Veränderungen, die das charakteristische Erscheinungsbild dieser einzigartigen Kulturlandschaft gefährden.
Warum ist der Schutz der Kellergassen so wichtig?
Die Kellergassen sind weit mehr als eine Ansammlung alter Presshäuser - sie sind stille Zeugen der Weinviertler Geschichte und ein Markenzeichen unserer Region. Mit ihrer klaren Struktur, den typischen Fassaden und der eingebetteten Lage in der Landschaft prägen sie die Identität der Menschen mit dem Weinviertel.
Bislang wurden gemeinsam mit dem Raumplanungsbüro der Gemeinde sowie Experten des Landes Bebauungsbestimmungenerarbeitet. Diese legen verbindlich fest, wie Neu-, Zu- und Umbauten in den Kellergassen künftig gestaltet werden dürfen. Ziel ist es, das historisch gewachsene, harmonische Erscheinungsbild der Kellergassen zu bewahren, unpassende bauliche Eingriffe zu vermeiden und gleichzeitig eine zeitgemäße Nutzung im Einklang mit der Baukultur zu ermöglichen.
Ergänzend dazu wird im zweiten Projekt eine detaillierte bauhistorische Bestandsaufnahme von rund 600 Kellern und Presshäusern im Gemeindegebiet durchgeführt. Aufbauend auf einer bereits bestehenden Grundlagenerhebung werden standardisierte Datenblätter erstellt, die Informationen zu Baugeschichte, Zustand, Lage und Schutzkategorie enthalten. Diese bilden künftig eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Erhalt und die Sanierung der Kellergebäude und dienen sowohl der Gemeinde als auch Bauwerberinnen und Bauwerbern als praxisnaher Leitfaden.
Was wird mit dem Schutzzonenkonzept erreicht?
"Das Projekt zielt darauf ab, die historische Bausubstanz und das einheitliche Erscheinungsbild der Wullersdorfer Kellergassen langfristig zu sichern", so LTAbg. Bgm. Richard Hogl. Dazu gehört auch, künftige Entwicklungen mit Bedacht zu steuern - etwa bei Sanierungen oder Photovoltaikanlagen.
Durch die rechtlich verbindliche Ausweisung von Schutzzonen und die Erstellung eines Teilbebauungsplans erhält die Gemeinde ein wirksames Instrument, um Veränderungen sinnvoll zu lenken und unpassende bauliche Eingriffe zu vermeiden. Mit diesem Projekt schafft Wullersdorf die Basis für einen sensiblen Umgang mit den Kellergassen als prägendem Bestandteil des Orts- und Landschaftsbildes. Gleichzeitig werden ihre Bedeutung für Naherholung, Wandern, Radfahren und Tourismus gestärkt - damit die Kellergassen auch in Zukunft für Bevölkerung und Gäste erlebbar bleiben.
Meldepflichtige Maßnahmen / Förderungen für Außensanierungsmaßnahmen
Für Kellerbesitzer bedeutet es, dass jede bauliche Maßnahme ab sofort bei der Gemeinde zu melden ist. Wenn diese Maßnahmen den Zielen des Schutzzonenkonzeptes entsprechen, kann jedenfalls gebaut oder saniert werden.
Das Land Niederösterreich unterstützt die fachgerechte Sanierung von Presshäusern in diesen ‚geschützten‘ Kellergassenmit bis zu 40 % der anerkannten Kosten - maximal € 4.000 pro Objekt. Gefördert werden ausschließlich außen sichtbare Erhaltungsarbeiten wie Mauerwerk, Putz, Kellerfenster, Kellertüren, Gait Türl und Dachdeckungen. Siehe auch www.kellergassenmanagement.at/erhaltung/foerderungspaket-erhaltung-kellergassen/
Bild: ©LEADER Region Weinviertel-Manhartsberg
Warum ist der Schutz der Kellergassen so wichtig?
Die Kellergassen sind weit mehr als eine Ansammlung alter Presshäuser - sie sind stille Zeugen der Weinviertler Geschichte und ein Markenzeichen unserer Region. Mit ihrer klaren Struktur, den typischen Fassaden und der eingebetteten Lage in der Landschaft prägen sie die Identität der Menschen mit dem Weinviertel.
Bislang wurden gemeinsam mit dem Raumplanungsbüro der Gemeinde sowie Experten des Landes Bebauungsbestimmungenerarbeitet. Diese legen verbindlich fest, wie Neu-, Zu- und Umbauten in den Kellergassen künftig gestaltet werden dürfen. Ziel ist es, das historisch gewachsene, harmonische Erscheinungsbild der Kellergassen zu bewahren, unpassende bauliche Eingriffe zu vermeiden und gleichzeitig eine zeitgemäße Nutzung im Einklang mit der Baukultur zu ermöglichen.
Ergänzend dazu wird im zweiten Projekt eine detaillierte bauhistorische Bestandsaufnahme von rund 600 Kellern und Presshäusern im Gemeindegebiet durchgeführt. Aufbauend auf einer bereits bestehenden Grundlagenerhebung werden standardisierte Datenblätter erstellt, die Informationen zu Baugeschichte, Zustand, Lage und Schutzkategorie enthalten. Diese bilden künftig eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Erhalt und die Sanierung der Kellergebäude und dienen sowohl der Gemeinde als auch Bauwerberinnen und Bauwerbern als praxisnaher Leitfaden.
Was wird mit dem Schutzzonenkonzept erreicht?
"Das Projekt zielt darauf ab, die historische Bausubstanz und das einheitliche Erscheinungsbild der Wullersdorfer Kellergassen langfristig zu sichern", so LTAbg. Bgm. Richard Hogl. Dazu gehört auch, künftige Entwicklungen mit Bedacht zu steuern - etwa bei Sanierungen oder Photovoltaikanlagen.
Durch die rechtlich verbindliche Ausweisung von Schutzzonen und die Erstellung eines Teilbebauungsplans erhält die Gemeinde ein wirksames Instrument, um Veränderungen sinnvoll zu lenken und unpassende bauliche Eingriffe zu vermeiden. Mit diesem Projekt schafft Wullersdorf die Basis für einen sensiblen Umgang mit den Kellergassen als prägendem Bestandteil des Orts- und Landschaftsbildes. Gleichzeitig werden ihre Bedeutung für Naherholung, Wandern, Radfahren und Tourismus gestärkt - damit die Kellergassen auch in Zukunft für Bevölkerung und Gäste erlebbar bleiben.
Meldepflichtige Maßnahmen / Förderungen für Außensanierungsmaßnahmen
Für Kellerbesitzer bedeutet es, dass jede bauliche Maßnahme ab sofort bei der Gemeinde zu melden ist. Wenn diese Maßnahmen den Zielen des Schutzzonenkonzeptes entsprechen, kann jedenfalls gebaut oder saniert werden.
Das Land Niederösterreich unterstützt die fachgerechte Sanierung von Presshäusern in diesen ‚geschützten‘ Kellergassenmit bis zu 40 % der anerkannten Kosten - maximal € 4.000 pro Objekt. Gefördert werden ausschließlich außen sichtbare Erhaltungsarbeiten wie Mauerwerk, Putz, Kellerfenster, Kellertüren, Gait Türl und Dachdeckungen. Siehe auch www.kellergassenmanagement.at/erhaltung/foerderungspaket-erhaltung-kellergassen/
Bild: ©LEADER Region Weinviertel-Manhartsberg